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08.03.2017

Neuigkeiten

Kaffee mit der Hand zu filtern ist jetzt wieder modern

Warum der Handfilter beinahe abgeschafft wurde, hat etwas mit Mode zu tun. Warum jetzt wieder von Hand gefiltert wird, hat auch was mit Mode zu tun. Ist aber letzlich ganz egal, weil der durch den Handfilter gegossene Kaffee ziemlich gut schmeckt. Das liegt daran, dass sich beim Handfiltern weniger Bitterstoffe lösen und sich zugleich die Kaffee-Aromen gut entfalten. Besonders eignen sich reine Herkunftskaffees für den Handfilter, weil man den regionalen Unterschied gut herausschmecken kann. Kaffee aus Kolumbien schmeckt nussig, leicht süß. Kaffee aus Äthiopien fruchtig, würzig.

"Damit man diese Unterschiede herausschmeckt, muss man beim Selber-Filtern 5 Punkte beachten", erklärt Kaffee-Sommelier Björn Wnuck:

  1. Pro Tasse braucht man 125 ml heißes Wasser (optimal 94° C) und 7-8 g Kaffeemehl (entspricht 1 gehäuftem Esslöffel / 1 Kaffeelot).
  2. Filtertüte in den Filteraufsatz geben und mit warmem Wasser durchfeuchten, so öffnen sich die Poren der Filtertüte, was dem Aufguss die Aromen durchlässt (überschüssiges Wasser danach unbedingt ausgießen).
  3. Die Bohnen sollten frisch gemahlen werden. Der optimale Mahlgrad ist je nach Sorte verschieden. Da muss man ein bisschen probieren. Man startet am besten mit einem mittleren Mahlgrad - der Kaffee fühlt sich dann ungefähr wie Zucker an.
  4. Einen Teil des Wassers aufgießen, bis ca. 1 cm über dem Kaffeemehl.
  5. Den Kaffee kurz aufquellen lassen und dann das restliche Wasser in kreisenden Bewegungen nachgießen.