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25.09.2017

Neuigkeiten

Es darf wieder gepflückt werden

Der Streik in Darjeeling ist beendet, die Schäden in den Teegärten werden vermutlich bleiben. Schließlich wurden in der Hauptsaison über Monate die Teesträucher nicht abgepflückt. Das führte dazu, dass die Sträucher verholzt sind. Und verholzte Sträucher bedeuten Ernteausfälle, weil bei den feinen Darjeeling Tees nur die jungen Triebe und Blätter gepflückt werden. Wie umfangreich die Lieferausfälle sein werden, ist derzeit noch nicht genau vorherzusehen. Lebensbaum Darjeeling Tees wird es allerdings weiterhin im Bio-Fachhandel und im Lebensbaum Online-Shop zu kaufen geben. Die Lieferfähigkeit verdanken wir der langjährigen Partnerschaft mit unserem Anbaupartner Ambootia.

Bei dem Streik in Darjeeling handelte es sich um einen politischen Streik. Seit den 1980er Jahren fordern die Gorkhas einen eigenen Bundesstaat, weil sie sich von den Bengalen wie Menschen zweiter Klasse behandelt fühlen. Die Volksgruppe wurde in der britischen Kolonialzeit aus Nepal nach Indien geholt, um dort als Arbeitskraft eingesetzt werden zu können. Heute stellen die Gorkhas einen Großteil der Arbeiter in den Teegärten Darjeelings. Eigentlich war der Gorkha-Konflikt vom Tisch. Dafür hatte Bengalens Ministerpräsidentin Mamata Banerjee den Gorkhas mehr Autonomie zugestanden. Doch dann standen 2014 Wahlen an. Da Banerjee wohl die einzige ernstzunehmende Gegenspielerin von Indiens Ministerpräsident Modi ist, versprach dieser den Gorkha-Führern weitere Zugeständnisse, wenn diese seinen Kandidaten unterstützen würden. Der Konflikt flammte wieder auf. Es kam zu Toten und Verletzten.

Ambootia gilt als Vorzeige-Betrieb in Darjeeling. Qualität, gute Arbeitsbedingungen und soziale Leistungen werden in dem Dokumentarfilm von Bertram Verhaag anschaulich gezeigt. Hier geht es zu zwei kurzen Versionen des Films.

Auch in Sachen Klimaschutz ist Ambootia vorbildlich, wie unser gemeinsames Klimaprojekt belegt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.