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17.08.2005

„Organic Village“ steht – Flutopfer haben wieder ein Dach über dem Kopf

Ulrich Walter GmbH unterstützte maßgeblich Neubau der Häuser

Unter großer Anteilnahme in der indischen Bevölkerung und in den Medien wurde am 7. August in Adhinad im Bundesstaat Kerala, der an der Südspitze des indischen Subkontinents liegt, das „Organic Village“ – das „Bio-Dorf“ – offiziell eingeweiht. Finanziert wurden 9 der 18 Wohnhäuser der neuen Siedlung durch Gelder, die im Rahmen eines Spendenaufrufs von Lebensbaum zusammen kamen. Rund 100 Tsunami-Opfern wird durch das „Organic Village“ wieder ein menschenwürdiges Wohnen ermöglicht.

Zu den Feierlichkeiten in Adhinad waren neben dem zuständigen Minister des Bundesstaates Kerala und anderen hochrangigen Persönlichkeiten der indischen Öffentlichkeit, Ulrich Walter von Lebensbaum sowie Pia Niehoff, Tochter des Inhabers der Gronauer Kaffeerösterei, geladen. Die Firma Niehoff ist seit über 20 Jahren Geschäftspartner von Lebensbaum und hatte sich ebenfalls sehr beim Wiederaufbau engagiert. Finanzielles Engagement hatten auch etliche andere Firmen aus dem Bio-Markt und deren Mitarbeiter gezeigt und sich am Spendenaufruf beteiligt. Besonders die Firmen Davert und Alnatura hatten namhafte Beträge aufgebracht.

Ulrich Walter überbrachte Grußworte im Namen aller Spender, durch die damit Mittel in Höhe von insgesamt fast 40.000 Euro zusammen gekommen waren. Der indische Handelspartner POABS hatte diese Summe noch um 10.000 Euro aufgestockt. Mit dem Dorfnamen „Organic Village“ soll diese finanzielle Hilfe aus der Bio-Branche besonders anerkannt werden.

Während der Feierlichkeiten wurden den neuen Bewohnern die Hausschlüssel überreicht und eine Erinnerungstafel enthüllt. In seiner Ansprache bedankte sich Ulrich Walter bei seinen indischen Geschäftspartnern von der POABS Group und der dazugehörigen Stiftung, die die Organisation vor Ort übernommen hatten. Sie gewährleisteten eine schnelle und kompetente Abwicklung des Projektes, bei dem neben den Wohnhäusern auch ein Gemeinschaftshaus entstand. Diese Gebäude gehören nun zu den ersten, die überhaupt im Rahmen des Wiederaufbaus nach der Flut-Katastrophe fertig gestellt wurden.

Der Diepholzer Unternehmer merkte außerdem an, dass durch die enge Kooperation „jeder Cent nachweislich dort gelandet ist, wo er hin gehört“. POABS-Vertreter lobten ihrerseits die positive Zusammenarbeit und das entschlossene Handeln von Lebensbaum und seinen Partnern, so dass selbst die sonst sehr hemmende, indische Bürokratie keine Chance bei der Umsetzung des Vorhabens hatte.

Errichtet wurde das „Organic Village“ auf einem Gelände, das rund drei Kilometer von der Küste entfernt liegt, um vor zukünftigen Katastrophen besser geschützt zu sein. Die Häuser entsprechen zudem einem ganz neuen Standard, der als „disaster resistent“ – katastrophensicher – bezeichnet wird.

Besonders beeindruckt habe ihn bei der Feier, so berichtet Ulrich Walter nach seiner Rückkehr, die Fröhlichkeit der Menschen, die ja vor gar nicht langer Zeit einen sehr schweren Schicksalsschlag hatten hinnehmen müssen. Doch wird weitere Hilfe nötig sein, so kamen Pia Niehoff und Ulrich Walter überein, damit sich das Leben der Menschen in Adhinad normalisieren kann. So fehlt noch eine Schule. Aus diesem Grund bleibt das Spendenkonto bei der GLS-Bank, die bisher auch für den reibungslosen Geldtransfer sorgte, weiter offen.