Sie sind hier

02.10.2008

Neue Greenpeace-Untersuchung schreckt auf

Konventionelle Kräuter und Gewürze stark mit Pestiziden belastet

In einem aktuellen Test von konventionell erzeugten Kräuter- und Gewürzsorten stellt Greenpeace erhebliche Belastungen mit Pestiziden fest. Getestet wurden Paprika, Pfeffer, Ingwer, Dill und Petersilie, die fünf beliebtesten Kräuter- und Gewürzsorten in Deutschland. Besonders erschreckend waren die Befunde bei Paprikapulver, getrockneter Petersilie und Dill. Diese waren nicht nur besonders häufig, sondern auch besonders stark und teilweise in unzulässiger Höhe mit Rückständen belastet. Eine Paprika-Sorte fiel mit Rückständen aus 22 verschiedenen Spritzmittelwirkstoffen durch. Insgesamt wurden in 82% der 33 Proben Pestizidrückstände gefunden. Darunter waren auch etliche Pestizide, die in Europa verboten sind oder von Greenpeace aufgrund ihrer negativen Umwelt- oder Gesundheitswirkungen als besonders gefährlich eingestuft werden.
„Pestizide können sehr gefährlich für Mensch und die Umwelt sein. Gewürze und Kräuter aus biologischem Anbau sind deswegen eine echte Alternative, denn sie dürfen beim Anbau nicht mit chemisch-synthetischen Spritzmittel behandelt werden“, erklärt Agraringenieur Dr. Achim Mayr, Leiter des Einkaufs von Naturkosthersteller Lebensbaum. Lebensbaum vertreibt seit fast 30 Jahren Kräuter und Gewürze aus kontrolliert ökologischem Anbau. Dabei legt das Unternehmen besonderen Wert auf qualitativ hochwertige und gleichzeitig sichere Ware. Gute und sehr gute Ergebnisse der Test-Magazine aus den vergangenen Jahren beweisen dies, so zum Beispiel der Paprika edelsüß, der im Jahr 2005 als pestizidfrei getestet und mit „Sehr gut“ bewertet wurde.