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29.01.2015

Lebensbaum entkusselt mit der Bundeswehr

Umweltschutz und Nachbarschaftshilfe

Diepholz. Nachbarschaftshilfe Teil zwei: An einem kalten, windigen Tag versammelten sich die Auszubildenden der Diepholzer Bio-Firma Lebensbaum und Angehörige des Fliegerhorstes zum zweiten Mal im Diepholzer Moor, um gemeinsam zu entkusseln. Unter der fachkundigen Aufsicht des Naturschutzrings Dümmer e. V. sowie des Naturschutzbeauftragten Dieter Tornow griffen Fliegerhorst-Angehörige, Lebensbaum-Mitarbeiter sowie eine Delegation des Landkreises Diepholz zu Handsägen, Ausscheren und – im Fall der Bundeswehr – Motorsägen.

„Das gemeinsame Ziel, Umwelt- und Klimaschutz vor der Haustür zu betreiben und das Diepholzer Moor zu erhalten, verbindet uns. Und so kommen wir auch mal an die frische Luft“, erklärt Maren Walter, Moorbeauftragte von Lebensbaum die ungewöhnliche Zusammenarbeit.

Die Firma Lebensbaum, die 2011 die Patenschaft für das Diepholzer Moor übernommen hat und die Renaturierung bereits mit 85.000 Euro unterstützt hat, betreibt 2-mal im Jahr mit ihren Auszubildenden aktiven Moorschutz.

„Die Azubis wissen schon, was zu tun ist und wie sie arbeiten müssen, das ist echt ein riesiger Vorteil“, stellte Dorothee Wibbing vom Naturschutzring fest. Sie hatte im Auftrag des Landkreises Diepholz den von Lebensbaum finanzierten Pflege- und Entwicklungsplan für das Diepholzer Moor aufgestellt – und weiß daher genau, wo angesetzt werden muss, um das Moor zu erhalten. Die Arbeitsgruppe „FFH-Schutzgebiete“ vom Landkreis Diepholz hatte sich der Aktion spontan angeschlossen. FFH steht für Flora-Fauna-Habitat und damit für besonders erhaltenswerte Lebensräume.

Der Erfolg der gemeinsamen Aktion ist offensichtlich: Am nördlichen Eingang des Moorerlebnispfades ist die Sicht nun um einiges weiter – wie es sich für ein intaktes Moor gehört. Michael Simon, Umweltoffizier des Diepholzer Fliegerhorstes kündigte zum Abschluss an, dass das nicht die letzte Gemeinschaftsaktion im Moor sein wird: „Wir haben nicht nur richtig viel geschafft, es hat dabei auch noch Spaß gemacht. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei.“