Gewürzwissen

Kurios oder wissenswert?

In der Welt der Gewürze werden viele Geschichten erzählt: haltlose Gerüchte, überliefertes Wissen und kleine Anekdoten. Die spannendsten, interessantesten und kuriosesten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Noch ein Pfefferkorn?

Pfeffer war lange Zeit ein teures Gut. Diejenigen, die es sich leisten konnten, neigten zum übermäßigen Pfeffergenuss.

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Aus heutiger Sicht wurden Speisen geradezu überwürzt und Pfeffer vielleicht auch manches Mal zu sehr geschätzt.

Von der Hochzeit eines Herzogs von Burgund wurde berichtet, dass dort 180 Kilo (!!!) Pfeffer verwendet worden seien. Unter anderem wurden auf dem Fest Pfefferkörner statt Pralinen als Dessert angeboten, man versprach sich davon eine zusätzliche Anregung der Verdauung. Nicht überliefert wurde, wie viele Gäste sich die 180 Kilo teilen durften.

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Salär

Der Wert von Salz wurde in machen Zeiten mit Gold aufgewogen.

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Nicht ungewöhnlich also, dass damit bezahlt wurde: z. B. Römer ihre Legionäre. Daher der alte Begriff Salär oder das englische salary für Gehalt.

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Pfeffer: Schmuggel & Fälschungen

Lange Zeit ist Pfeffer so unglaublich teuer, dass ein Schwarzmarkt, aber auch unseriöse Händler mit fragwürdigen Waren aufkommen.

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Diese unseriösen Händler versuchen durch gepanschten Pfeffer ihre Gewinnspanne zu erhöhen: Von Steinchen bis Mäusekot wird alles untergemischt, was dem Pfeffer ähnelte. Da heißt es, Augen auf, beim Pfefferkauf.
Auch der Pfefferschmuggel ist beliebt, da selbst mit geringen Mengen das Einkommen aufgemöbelt werden kann. Um Schmuggel zu verhindern, wird zum Teil befohlen, dass Matrosen zugenähte Taschen haben sollen.

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Salz nur zum Essen?

Bei weitem nicht. Nur knapp sechs Prozent der weltweit jährlich produzierten 200 Millionen Tonnen Salz werden von Menschen verzehrt.

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Weitere sechs gehen in die Landwirtschaft. Acht Prozent werden für das Enteisen von Straßen verwendet. Die restlichen 80 Prozent werden für industrielle Prozesse von Wasseraufbereitung bis Plastikproduktion verwendet.

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Ist Salz schlecht?

Jein, wie bei so vielen Dingen ist das richtige Maß entscheidend.

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Nimmt der Mensch zu wenig Salz zu sich hat das genauso schwerwiegende gesundheitliche Folgen wie zu viel Salz. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt fünf Gramm pro Tag für Erwachsene. Aber Vorsicht, in vielen Lebensmitteln steckt schon Salz drin, es zählt also nicht nur der Salzstreuer daheim.

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Vanille-Schnüffler

Während des aufwändigen Reifeprozesses der Vanilleschote finden immer wieder Qualitätskontrollen durch die berühmten Vanille-Schnüffler statt:

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Sie sortieren die Schoten nicht nur nach Länge und Farbe, sondern erschnüffeln auch minderwertige Stangen, die aussortiert werden. Schon eine verdorbene Schote reicht, um gleich mehrere Kilo der dunklen aromatischen Stangen anzustecken. Das wäre ein riesiger Verlust. 

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Gesalzene Steuerstricks

Da Salz stark hygroskopisch (wasseranziehend) ist, was weniger am eigentlichen Salz, dem Natriumchlorid, liegt, sondern an einigen der weiteren Bestandteile, war und ist heute noch die Lagerung an einem trockenen Ort wichtig.

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In vielen Haushalten wurden dafür Salzgefäße in der Nähe von Feuerstellen platziert. Häufig an der Wand. Da die Salzsteuer viel Geld brachte, hatten viele Städte Salzinspektoren. Deren Aufgabe war es, in den Häusern zu überprüfen, ob nur so viel Salz vorhanden war, wie angegeben. Findige „Steuersünder“ entwickelten daraufhin Spezialstühle, in deren Sitz ein Salzfach eingebaut war. Kamen Inspektoren ins Haus, wurde die Magd auf den Stuhl gesetzt und durfte erst wieder aufstehen, wenn sie weg waren. Der Argwohn der Inspektoren war nicht unberechtigt, blühte doch auch der Salzschmuggel aus Ländern, in denen Salz günstiger war.

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Pfeffer macht’s wieder gut

Zu Zeiten, als Schiffe Gewürze von exotischen Orten nach Europa brachten, waren sie oftmals viele Monate unterwegs – und ebenso die Essensrationen für die Mannschaft.

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Auf vielen Pfefferschiffen wurde Pfeffer deshalb wegen seiner antimikrobiellen Wirkung geschätzt: zum einen als Konservierungsmittel, zum anderen aber auch, um damit fast schon verdorbenes Fleisch wieder „genießbar“ zu machen.

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