Teewissen

Geschichte

Die Geschichte des Tees ist nicht nur viele hundert Jahre alt, sondern auch besonders facettenreich. Schließlich hat Tee von China aus die ganze Welt erobert. Am Anfang das Versehen: Ein Blatt Tee fällt in warmes Wasser. Mehr als 1000 Jahr später fallen hunderte Kisten Tee vor der amerikanischen Küste ins Meer - ganz und gar nicht aus Versehen. Erfahren Sie mehr über die bewegte Geschichte eines der beliebtesten Getränke der Welt.

Die Wiege des Tees

Die botanische Wiege des Teestrauchs – Camellia Sinensis, ein Verwandter der schönen Kamelien – steht in Asien. Dort wurde er einer Legende nach um 3.000 v. Chr. per Zufall als Getränk entdeckt.

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Der damalige chinesische Herrscher Shen Nung verweilte unter einem Teebaum. Sein Diener kochte ihm Wasser ab, in das einige Teeblätter fielen. Da Shen Nung an Kräuterkunde interessiert war, entschloss er sich, den Aufguss zu probieren – und schon war die Welt um ein Getränk reicher.

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Anfangs nur grün

Tee wurde anfangs noch aus den frischen Blättern zubereitet. Später, mit zunehmendem Interesse am Produkt, wurde an seiner Haltbarkeit gefeilt.

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Durch Trocknung entstand der uns heute bekannte grüne Tee. Noch später wurde durch einen Verarbeitungsprozess, in dessen Verlauf Pflanzensäfte der Teeblätter oxidieren, schwarzer Tee hergestellt.

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Der Weg nach Europa

Es waren nicht die Engländer, sondern die Niederländer, die 1606 den ersten chinesischen Tee zu kommerziellen Zwecken nach Europa brachten. Doch bald schon breitete sich der Tee auf dem europäischen Festland aus.

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Auf deutscher Seite waren die Ostfriesen Haupthandelspartner für Tee. Die Engländer, heute als große Teenation bekannt, standen, wie so oft, Neuerungen vom Kontinent skeptisch gegenüber. Erst Mitte des 17. Jh. trat der Tee seinen Siegeszug auf der Insel und ihren Kolonien an.

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Mit Tee zur Revolution

Ein besonderes „Tee-Jahr“ war 1773. Gerne wurde Tee in den britischen Kolonien Amerikas getrunken. Ein Wermutstropfen war dabei, dass es immer noch die britische Krone war, die an den Steuern verdiente.

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Als dann noch dem großen Teeimporteur, der British East India Company, ein Monopol gestattet wurde, das die nordamerikanischen Teehändler außen vor ließ, war es vorbei mit der Geduld der Amerikaner. Man lud zur „Boston Tea Party“. Ganz so fröhlich, wie es klingt, ging diese Party nicht vonstatten. Am 16. Dezember 1773 erstürmten aufgebrachte Bostoner drei im Hafen liegende britische Teeschiffe und schütteten den Inhalt aller 342 Teekisten ins Wasser. Ähnliche Aktionen folgten in anderen amerikanischen Städten und ehe es sich die Briten versahen, war die amerikanische Revolution in vollem Gang. Bekanntermaßen endete sie mit der Unabhängigkeit Amerikas.

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Immer schneller zum Tee

Nachdem sich der Teehandel gegen 1840 lockerte, versprachen sich die Amerikaner großen Profit von schnellen Schiffen und bauten den ersten der berühmten Tea Clipper: schnelle, schlanke Segelboote mit bis zu 35 Segeln, die die Reise von China nach England in knapp 100 Tagen bewältigen konnten.

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Es entstand ein Wettkampf zwischen England und Amerika. Nicht nur der höhere Profit für das schnellere Boot, sondern auch sportlicher Ehrgeiz fachte den Wettstreit an. Mit dem Ende der Tea Clipper durch die Eröffnung des Suezkanals 1869 ging auch eine Wett-Ära zu Ende, denn die Rennen der Boote wurden leidenschaftlich von Bürgern verfolgt, die Geld auf das hoffentlich schnellste Boot setzten.

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Unaufhaltsame Ausbreitung

Im 19. Jh. etablierte sich der indische Teeanbau und kurze Zeit später folgte Ceylon, heute Sri Lanka.

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Im 20. Jh. folgten Indonesien, Kenia und einige weitere afrikanische Länder. Mehr Tee kam in Umlauf und immer schneller nach Europa. Das Volksgetränk war nicht mehr aufzuhalten. Heute sind China und Indien die größten Teeproduzenten der Welt, jedoch mit viel Eigenbedarf. Sri Lanka und Kenia hingegen produzieren vorwiegend für den Export.

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