Teewissen

Kurios oder wissenswert?

Um den Tee ranken sich viele Geschichten: haltlose Gerüchte, überliefertes Wissen und kleine Anekdoten. Die spannendsten, interessantesten und kuriosesten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Die Geschichte des Teebeutels

Um 1900 benutzten viele Menschen Tee-Eier, um ihren Tee zu kochen. Alle fanden das superpraktisch, weil keine losen Teeblätter mehr in der Kanne schwammen. Nun gab es in Amerika, genauer in New York, den Teehändler Thomas Sullivan.

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Der wollte seinen Kunden Proben von seinen neuesten Tees schicken. Also hat er eine kleine Menge Tee in Seidenbeutelchen gefüllt und mit einer Schnur zugebunden.

Einige der Kunden, die die Beutel bekamen, dachten sich, es wäre eine Art neues Tee-Ei und hängten sie direkt in die Kanne mit dem heißen Wasser – und schon war der Teebeutel erfunden. Herr Sullivan erfuhr erst, dass er was Tolles erfunden hatte, als sich jemand beschwerte, dass der Stoff des Beutels zu dicht gewebt wäre und der Tee deswegen nicht gut ziehen könne. Daraufhin probierte er andere Stoffe aus und stellte große und kleine Teebeutel her. Große für ganze Kannen, kleine für Tassen.

Ein paar Jahre später wurde dann Papier für die Beutel genommen und eine Maschine für die Herstellung erfunden. Der Faden zum Herausziehen und das bunte Schildchen, das daran hängt, gab es aber damals schon. 

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Woher kommt der Chai?

In Indien verschmelzen die Einflüsse vieler Kulturen: die der einheimischen Bevölkerung mit denen unzähliger Einwanderer und Eroberer. Auch der Chai ist eine Synthese.

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Er verbindet die englische Tradition des Tee-Trinkens mit dem traditionellen Wissen der Inder um die Wirkung von Gewürzen. Der kräftige Schwarztee – als Erbe der Engländer, die ihn aus China mitbrachten – trifft auf eine fein abgestimmte Auswahl an scharfen indischen Gewürzen. Pfeffer, Kardamom, Ingwer, Zimt, Nelken, Fenchel und Anis geben geschmacklich gesehen den Ton in der Tasse an. Der typische Chai wird mit einem Schuss Milch zubereitet.

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Tee für den Wasserhaushalt?

Die Annahme, dass Tee aufgrund seines Koffeingehaltes dehydrierend wirkt, hat sich als Ammenmärchen erwiesen.

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Ob grüner oder schwarzer Tee, beide füllen immer den Wasserhaushalt auf.

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Achtung, gefährlich!

Als der Tee in Europa Einzug hielt, warnten deutsche Ärzte vor den Gefahren des Teetrinkens.

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Anders als die Heilkundigen der chinesischen Medizin konnten sie dem „Gebräu“ keine positiven Wirkungen abgewinnen.

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Lange Reise

Die Frachtschiffe mit denen die ersten großen Teeimporte stattfanden brauchten von China nach Europa ein ganzes Jahr.

Schmuggel und Fälschungen

Weil Tee so knapp und teuer war, bedingt nicht zuletzt durch hohe Steuern, breitete sich der Tee-Schmuggel aus.

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Im 18. Jh. wurde zeitweise eineinhalb Mal so viel geschmuggelter Tee wie legale Ware umgesetzt.

Auch gefälschter Tee kam vielfach in Umlauf. Am harmlosesten für den Verbraucher war das klassische Strecken von Tee mit Schafskötteln. Aber auch das Umfärben von verschiedensten Pflanzen durch Kupfercarbonat oder Bleichromat war gang und gäbe – und risikobehaftet beim Verzehr.

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Erfolglos gegen den Tee

1778 versuchte Friedrich II., den Ostfriesen das Tee trinken zu verbieten – ohne Erfolg.