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12. Mai 2018

Bergkräuter aus dem Mühlviertel

Im Mühlviertel in Oberösterreich hat der Kräuteranbau seit fast 200 Jahren Tradition. Schon Kaiser Franz Josef ließ sich die Kräuter in großen Weidenkörben mit dem Pferdewagen anliefern. Seit über 10 Jahren bekommen wir Pfefferminze, Melisse, Malven- und Erdbeerblätter in feinster Bioqualität aus dem Mühlviertel.
Mühlviertel

Hier haben sich 37 zertifizierte Bio-Betriebe zur einzigen Kräutergenossenschaft Österreichs zusammengeschlossen. Die bergige Landschaft mit ihren granithaltigen Böden bietet optimale Voraussetzungen für den Kräuteranbau,  ist jedoch für Massenproduktion ungeeignet. Daher hat man von Anfang an konsequent auf Qualität und kleinere Mengen gesetzt.

Viel wird mit der Hand gearbeitet

Da im Biolandbau chemische Pestizide und Düngemittel tabu sind, wird viel mit der Hand gearbeitet. Mit großer Vorsicht müssen Beikräuter vor der Ernte regelmäßig mit der Harke entfernt werden. Bis zu 550 Arbeitsstunden steckt ein Biobauer in einen Hektar Land, erklärt Karl Dirnberger, Geschäftsführer der Bergkräutergenossenschaft aus dem Mühlviertel.

Zwei- bis dreimal im Jahr wird geerntet

Zwei- bis dreimal im Jahr wird geerntet, Ende Mai, Juli und im September. Dann muss alles sehr schnell gehen. Damit die ätherischen Öle gut erhalten bleiben, müssen die Kräuter spätestens zwei Stunden nach der Ernte weiterverarbeitet werden. Um die Wege kurz zu halten, haben die Mühlviertler fünf Trocknungsanlagen zwischen den Höfen und Kräuterfeldern verteilt.

Dort werden die Kräuter etwa 24 Stunden lang bei höchstens 40 °C schonend getrocknet. Anschließend werden sie in der Genossenschaft sorgsam aufbereitet. Die Kräuter werden gereinigt, gesiebt und nach Kundenwunsch geschnitten. Zum Schluss werden die wohlduftenden Rohwaren so verpackt und auf die Reise zu Lebensbaum nach Diepholz geschickt.

Im Herbst beginnt die Zeit der Feldpflege

Für die Kräuterbauern ist damit die Arbeit nicht vorbei. Im Herbst beginnt die Zeit der Feldpflege. „Die Kräuter sind abgeerntet und wir können mit dem Grubber den Boden bearbeiten, ohne die Kräuterpflanzen zu beschädigen, erklärt Dirnberger.

Im Winter hoffen die Bauern auf eine ordentliche Schneedecke, die den Boden vor allzu hartem Frost schützt. Anfang Januar treffen sich die Mitglieder der Genossenschaft zur Anbausitzung. Dann werden Flächen, Kulturen und Preise fixiert. Dadurch bekommen die Bauern optimale Planungssicherheit und ein neues Jahr, ganz im Zeichen der Bio-Bergkräuter, kann im Mühlviertel beginnen.

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