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26. August 2020

Diepholz

Einwohner: 18.000

Sprachen: Hochdeutsch, Plattdeutsch

Typische Namen: Sarah, Anne, Alexandra, Björn, Christian

Und Lebensbaum? Hat hier seinen Ursprung

Diepholz Weltreise

Immer wieder machen wir uns auf Weltreise. Im Gepäck: Ordentlich Wanderlust und Neugier. Wir wollen wissen, wie es im Ursprung bei unseren Anbaupartnern aussieht. Wie die Luft schmeckt. Wie der Wind steht. Wie die Böden sich anfühlen. Doch wie steht es eigentlich um Luft, Wind und Boden eigenen Ursprung? Zeit, das mal wieder genauer unter die Lupe zu nehmen. Deswegen heißt unser nächstes Reiseziel: Diepholz. Vor 40 Jahren begann hier die Geschichte des Unternehmens.

Diepholz liegt auf halber Strecke zwischen Osnabrück und Bremen. Die Kleinstadt begrüßt einen mit einer guten Portion niedersächsischer Idylle – und norddeutschem Charme. Im historischen Stadtkern reihen sich niedrige Fachwerkhäuser dicht aneinander. Kleine Flüsse und Kanäle durchziehen das Städtchen – im Sommer gerade für Wasserwanderer ein wichtiges Verkehrskreuz. Heimelig ist es hier. Und dank des Wasserschlosses auch ein bisschen altehrwürdig: Seit Ende des 10. Jahrhundert war es Schutzburg, Jagdschloss, Residenz verschiedenster Edelleute und zuletzt Kreishaus und Museum. Heute lockt neben dem 43 Meter hohen Wehrturm vor allem der barocke Rosengarten die Besucher auf die Schlossinsel – und das im Gebäude ansässige Amtsgericht.

Weniger hoch, aber dafür mit viel Weitsicht wurde im Süden der Stadt 2001 unser Firmensitz errichtet. Aus den zahlreichen expansionsbedingten Umzügen hatten wir gelernt. Um nicht, wie zuvor geschehen, nach wenigen Jahren wieder aus allen Nähten zu platzen, wurde das schicke Niedrigenergiehaus so angelegt, dass es – ähnlich einem Legohaus – nach Bedarf unproblematisch vergrößert werden kann. Davon haben wir nun schon mehrmals Gebrauch gemacht, Produktionshalle und Lager erweitert. Je nachdem, was durch die Maschinen gerade für Tees oder Gewürze in Beutel und Tüten wandern, liegt auf dem Gelände manchmal ein zarter Hauch von Zimt, Anis oder auch Knoblauch in der Luft.

Gleich nebenan befindet sich unser Logistikzentrum. Von dort machen sich die fertigen Produkte auf die Reise. Vor allem zur Mittagszeit gibt es auch regen Fußgängerverkehr zwischen den beiden Gebäuden: Die Kollegen pilgern zum Essen ins Lebensbaum Bio-Bistro. Zu Recht, finden wir. Und sind damit nicht allein: 2018 wurde das Bio-Bistro von der niedersächsischen Ernährungsministerin als herausragendes Betriebsrestaurant geehrt. Mit Blick aufs firmeneigene Ökotop und das Lavendelfeld lässt sich die Pause gleich nochmal so gut genießen.

Wer sich zusätzlich ein wenig Wind um die Nase wehen lassen will, dem bietet das Diepholzer Moor direkt hinter dem Firmengelände eine wunderbare Gelegenheit. Das mystisch schöne Naturschutzgebiet lädt auf dem Moorerlebnispfad dazu ein, seine Geschichte, Eigenarten und natürliche Vielfalt näher zu erkunden. Der Großteil des Gebiets bleibt allerdings – so soll es sein – Pflanzen und Tieren überlassen. 2012 übernahmen wir die Patenschaft für das wertvolle Ökosystem und unterstützen – finanziell und 2-mal im Jahr ganz aktiv – seine Renaturierung. Der schwingende Torfboden des Moores ist ein hervorragender CO2-Speicher. Und er ist es, was Diepholz ursprünglich seinen Namen verliehen hat: Divbrock, was so viel bedeutet wie „schwankendes Bruch“.

Ein Duft, der bei Lebensbaum in Diepholz nur im Bio-Bistro in der Luft liegt, ist der von frischem Kaffee. Und das duftet nach mehr. So zieht es uns ins 1,5 Stunden entfernte Gronau. Dort – nahe der holländischen Grenze – steht unsere Kaffeerösterei, eine der ältesten Bio-Röstereien Deutschlands. Klar, dass wir bei unserem Heimatbesuch auch dort nach dem Rechten sehen. Also… auf ins westliche Münsterland!

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