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23. Juni 2018

Finca Irlanda – Hochlandkaffee aus Mexiko

Seit 1987 beziehen wir Hochlandkaffee von der ältesten Demeter-Plantage in den Tropen: der Finca Irlanda in Chiapas, Mexiko. Seit 1928 werden hier nach den Grundsätzen Rudolf Steiners Kaffeepflanzen gezogen und mit Kompost gedüngt.

Kaffee ist eine regen- und sonnenempfindliche Pflanze. Unter Schattenbäumen reifen die Kaffeebohnen langsam heran und entwickeln so ihr einzigartiges Aroma. Anbau, Pflege und Ernte geschehen hier nicht durch Maschinen, sondern von Hand. Nur so kann garantiert werden, dass ausschließlich reife Kaffeebohnen gepflückt werden. Das ist arbeitsintensiv und sichert Arbeitsplätze in der ländlichen Region.

Artendichte fast wie im Urwald

Das intensive Anpflanzen von Schattenbäumen sorgt für den Erhalt eines Ökosystems, das in seiner Lebendigkeit dem ursprünglichen Regenwald sehr nahe kommt. Wissenschaftler zählten auf der Finca Hunderte verschiedener Pflanzen- und Tierarten, darunter viele seltene Vögel. Um Tieren eine Zuflucht zu bieten, wird auf der Finca Irlanda der Kaffee neben vielen einheimischen Groß- und Obstbäumen angebaut und darf das Label „Bird friendly“ (vogelfreundlich) tragen. Dieses wissenschaftliche Anbaukonzept wurde für den amerikanischen Kontinent entwickelt und zeigt Erfolge: Die Kaffeeplantagen haben Untersuchungen zufolge eine fast so hohe Artendichte wie die Urwälder selbst.

Familien sind hier seit drei Generationen ansässig

Mitten in der gebirgigen Kaffee- und Waldlandschaft steht der Gebäudekomplex, mit Hallen und Vorrichtungen zur Kaffeeverarbeitung, Wohnungen für die Familien, die auf der Farm teilweise bereits seit drei Generationen ansässig sind, Gewächshäusern für Demeter-Gemüse zur Selbstversorgung – und einer Schule.

Lebensbaum fördert Schule und medizinische Versorgung

Träger der Schule ist eine gemeinnützige Stiftung, die neben dem Unterricht noch den Betrieb einer medizinischen und zahnmedizinischen Klinik sowie Projekte zum Naturschutz ermöglicht. Die Lebensbaum-Stiftung hat den Bau der Schule mit ermöglicht und trägt zur Deckung der laufenden Kosten bei. 

Umwelterziehung steht auf dem Lehrplan. Die Klassenzimmer sind hell gestrichen und bunt geschmückt mit Girlanden, selbst-gemalten Bildern und großen, bunten Buchstaben. Aus den Fenstern sieht man zur einen Seite das dichte Grün der Bäume und zur anderen den Spielplatz auf dem Innenhof. In den verschiedenen Gebäudeteilen befinden sich die Vorschule und die Unterrichtsräume der Grundschule für insgesamt über 50 Kinder. Die Kinder lernen wie bei uns Lesen und Schreiben, Rechnen, Biologie und Sozialkunde. Dazu haben sie aber auch Unterricht in allem, was elementar zur Erhaltung ihrer einzigartigen Umgebung beiträgt: Umwelterziehung und Naturschutz.

In der Schule beobachten sie Kolibris 

Die Kinder wachsen inmitten der Natur auf, beobachten Kolibris, unterscheiden das Kreischen und Singen der verschiedenen Vogelarten und wissen, welche Schlangen gefährlich sind und wie man sich im Wald behutsam verhält. Umwelterziehung und Fortbildungen werden in den Schulräumen ebenso für Erwachsene angeboten, außerdem gibt es Computerkurse für Kinder und Erwachsene.

Bester Schüler von Chiapas kommt von der Urwaldschule

In der Umgebung befinden sich zwei weitere Schulen, so dass insgesamt Unterricht bis zur zehnten Klasse angeboten werden kann und den Kindern lange Schulwege oder gar die Trennung vom Elternhaus erspart bleiben. Einer der Schüler wurde sogar als bester Schüler des Bundesstaates Chiapas vom mexikanischen Staatspräsidenten ausgezeichnet.

Feldforschung im Urwald – davon profitieren auch die Bauern

Die Finca Irlanda dient zahlreichen Universitäten aus den USA, Europa und Lateinamerika als Anlaufstelle. Viele Studierende haben hier Forschungsprojekte durchgeführt. Durch das intakte Ökosystem inmitten eines landwirtschaftlichen Betriebs können wertvolle Erkenntnisse über den Biolandbau in den Tropen, Vogel- und Insektenkunde sowie Flora und Fauna gewonnen werden.

Von den Erfahrungen und wissenschaftlichen Forschungen auf der Finca profitieren in vielfältiger Weise andere Bio-Kaffee-Anbauer, insbesondere auch Kleinbauern, die diese systematische Forschung selbst nicht leisten können.

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