Sustainability Nachhaltigkeit
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2. März 2017

Klimaneutraler Druck - wissen, was dahinter steckt

Zum Schutz endlicher Ressourcen und um auf Dauer die Qualität von Recyclingpapier zu verbessern, drucken wir mit mineralölfreien Farben. Und wir drucken klimaneutral.

Durch CO2-Kompensation. Um alles zu kompensieren, muss man zunächst wissen, welcher Arbeitsschritt welche Menge an Klimagasen verursacht. Für all unsere Druckaufträge liegt uns eine Identifikationsnummer vor, über die wir genau das erfahren können. Ein Beispiel:

Unser Kundenmagazin Nr. 56. Es erschien im Frühling 2011 mit einer Auflage von 90.000 Stück.

Hauptverursacher von CO2e (CO2-Equivalenten) ist das Papier. Wir verwenden ausschließlich Recyclingpapier. Klimagase, die bei der Herstellung in den einzelnen Produktionsschritten entstehen, kompensieren wir. Bei Ausgabe Nr. 56 lag dieser Wert bei 5.100 Kilogramm CO2e.

Auf die Druckfarbe entfallen 142 Kilogramm  CO2e. Sie gelangt über Druckplatten auf das Papier, im sogenannten Offsetdruck-Verfahren. Die dazu nötigen Druckplatten sind aus Aluminium. Bei ihrer Produktion entstehen 78 Kilogramm CO2e.

Die Arbeitsschritte vor dem eigentlichen Druck, beispielsweise die Bebilderung der Druckplatten, werden der Vorstufe zugerechnet – 13 Kilogramm CO2e entstehen hierbei durch den Stromverbrauch der Maschinen. Beim Druck selbst gehen zusätzlich auch klimarelevante Hilfsstoffe und Reiniger, die verdunsten, in die Bilanz ein. 1,1 Tonnen CO2e verursacht dieser Arbeitsschritt insgesamt.

Für die Reinigung der Maschinen werden größtenteils bereits emissionsarme Reiniger verwendet. In die Bilanz gehen sowohl die Reinigermenge als auch die anzunehmenden Verdunstungsverluste ein: 70 Kilogramm CO2e. Auch die Herstellung und die Verflüchtigung der Feuchtmittel, die beim Offsetdruck wichtig sind, werden beachtet. Es entstehen 91 Kilogramm CO2e. Die Energie zum Betreiben der Maschinen zum Falten, Schneiden und Heften unserer Magazine verursacht 482 Kilogramm CO2e.

286 Kilogramm entstehen durch den Versand der Kundenmagazine von der Druckerei zu uns sowie zu unserem Versandpartner nach Bremen. Dabei wird pragmatisch vorgegangen: Wer von den Druckerei-Lieferanten als Nächstes nach Diepholz fährt, nimmt das neue Kundenmagazin mit zu Lebensbaum. Extrawege vermeiden wir. Zu unseren Abonnenten erfolgt der Versand CO2-neutral mit dem GoGreen-Service der DHL.

Die gebrauchten Druckplatten aus Aluminium stellen einen wertvollen Altstoff dar. In den Recyclingkreislauf zurückgeführt, bewirken sie daher eine positive Klimabilanz. Aber auch beispielsweise durch Andruck entstehende Papierreste oder Reinigungsmittel werden wiederverwertet. So können 330 Kilogramm CO2e direkt von der Rechnung abgezogen werden.

Insgesamt verursachte unser Kundenmagazin Nr. 56 durch Material und Produktion 7.000 Kilogramm CO2e.

Die einzelnen Schritte werden stets auf Verbesserungsmöglichkeiten hin geprüft und bis ins kleinste Detail kompensiert. Weil wir Verantwortung übernehmen für unser Tun.

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