Sustainability Nachhaltigkeit
8. Februar 2019

Neue Studie: Ökolandbau gut für Natur und Mensch

​​​​​​​Seit fast 40 Jahren gibt es Lebensbaum. Genauso lange setzen wir ausnahmslos auf Produkte aus Bio-Anbau. Wir sind der festen Überzeugung, dass dieser Form der Landwirtschaft die Zukunft gehört. Weil sie umwelt- und ressourcenschonend qualitativ gute Lebensmittel produziert.

Das Forschungsprojekt „Leistungen des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft“ des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei), kurz Thünen-Institut, wertete nun 30 Jahre landwirtschaftlicher Forschung aus. Und kam zu dem Ergebnis: Im Vergleich bio vs. konventionell hat Bio-Landbau die Nase vorn.

22 Wissenschaftler verglichen den ökologischen und konventionellen Landbau in den Bereichen Wasserschutz, Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Klimaschutz- und -anpassung, Ressourceneffizienz und Tierwohl. Die Auswertung der 528 Studien, 43 Indikatoren und mehr als 2.800 Vergleichspaare ergab, dass die ökologische Bewirtschaftung im Bereich des Umwelt- und Ressourcenschutzes klar im Vorteil ist. Und zwar bei 34 der 43 Indikatoren!

Besonders gute Ergebnisse erzielt der Bio-Landbau im Bereich der Biodiversität: Die Artenzahlen der Ackerflora bei biologisch bewirtschafteten Flächen sind im Mittelwert 95 % höher als bei konventionellen Flächen, die Zahl der Feldvögel ist um 35 % höher. Auch beim Wasserschutz schneidet der Bio-Landbau besser ab, ist in 71 % der untersuchten Fälle vorteilhaft. Unter anderem ist das auf den geringeren Eintrag von Nitrat‐ und Pflanzenschutzmitteln zurückzuführen: weniger saure Böden, kein  Eintrag  von Wirkstoffen mit einer potenziell hohen Umwelttoxizität, Stickstoffausträge sind im Mittel um 28 % vermindert. Selbst in Wasserschutzgebieten kann daher der Bio-Landbau empfohlen werden.

„Die umfassende Analyse kommt zu dem Schluss, dass der Bio-Landbau zur Lösung der umwelt‐ und ressourcenpolitischen Herausforderungen dieser Zeit beiträgt und zu Recht als die Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Landnutzung gilt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Thünen-Instituts.

Gefördert wurde das Forschungsprojekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Der gesamte Report ist hier zu lesen.

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