Über unser

Unternehmen

Seit 35 Jahren stellen wir Kaffee, Tee und Gewürze in Bioqualität her. Wie unser Unternehmen „gestrickt“ ist lesen Sie hier. Außerdem erfahren Sie, wie aus einem kleinen Bioladen ein mittelständisches Familien-Unternehmen werden konnte. Im Interview mit der Geschäftsführung geht es um Mitarbeiter, die nicht im eigenen Saft schmoren, den roten Faden in einer hektischen Welt und warum man niemals Halbwahrheiten erzählen sollte.

Wer wir sind

Seit 1979 Jahren produzieren wir Kaffee, Tee und Gewürze, die wir direkt im Ursprung einkaufen.

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Alle Rohwaren stammen zu 100 % aus ökolo­gischer Landwirtschaft.
Wir sind überzeugt, dass diese anspruchsvolle Form des Landbaus Voraussetzung ist für hochwertige, natürliche Lebensmittel. Doch es geht um mehr: Mit jedem verkauften Produkt wächst die Zahl der Felder, die ökologisch bewirtschaftet werden. Und damit geben wir einer Form der Landwirtschaft auftrieb, die unsere Natur zu erhalten weiß und zugleich Lebensmittel von besonderer Güte hervorbringt.

Unsere Kunden wissen diesen Doppelnutzen zu schätzen, schenken unseren Leistungen Vertrauen und haben uns damit zum Marktführer im Biofachhan­del gemacht. Dass für Leistung Zuversicht nötig ist, vor allem aber der Wille zur Gestal­tung, wissen wir bereits aus unseren Pioniertagen. Dieses Drehmoment, das aus dem kleinen Bioladen Lebensbaum ein mittelständisches Unternehmen mit über 140 Mitarbeitern gemacht hat, treibt uns weiter an.

Heute haben wir den Anspruch, Schrittmacher einer nachhaltigen Wirtschaft zu sein. Frische Ideen, so innovativ sie auch sein mögen, erweisen sich als fruchtbar nur in der gemeinsamen Erprobung und Umsetzung: Mit unseren Zulieferern, Mitarbeitern, Dienstleistern und Kunden gestalten wir die gesamte Wertschöpfungskette im Sinne nachhaltiger Prinzipien. Wirtschaft so verstanden schöpft Wert von Dauer und schafft Vorteile für alle Beteiligten. Ganz unbescheiden wollen wir das Wirtschaft der Zukunft nennen.

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Wo wir herkommen

Im Sommer 1979 fuhr Unternehmensgründer Ulrich Walter zum Bioladen seiner Kleinstadt Diepholz. Er brauchte Möhren, Brot, vielleicht auch Haferflocken. Als er rauskam, hatte Ulrich Walter das ganze Geschäft gekauft. Wie es dazu kam?

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Im Fenster hing ein Schild, darauf stand „Geschäftsaufgabe“. Der Inhaber hatte es eilig. Er wollte zu Bhagwan nach Poona. Walter sagte kurzentschlossen zu ihm: „Nimm das Schild da wieder raus, ich übernehme die Verantwortung.“

Gemeinsam mit seiner Frau betreibt der Sozialpädagoge den Laden zuerst nebenberuflich. Sie verlegen ihn in ein renoviertes Fachwerkhaus in zentraler Lage und schließen ein Café an. Regelmäßig gibt es dort Kulturveranstaltungen und Ausstellungen. Mit der Zeit wird der Arbeitsumfang so groß, dass Ulrich Walter seinen Job im städtischen Jugendzentrum aufgibt. Aus dem Sozialpädagogen wird ein Einzelhändler und der stellt fest: Kaffee, Tee und Gewürze in Bioqualität gibt es nicht. Ulrich Walter weiß sofort, dass dieses Ärgernis nicht nur seinen Laden betrifft, und organisiert die Herstellung der fehlenden Waren.

Buschpiloten und ägyptische Pharmakologen

Mit dem VW Bulli fährt er die Provence nach Kräuterbauern ab. Buschpiloten fliegen ihn zu versteckten Kaffeeplantagen in die Hochtäler Südmexikos. Dann hört er von einem Österreicher, der in Ägypten Kräuter anbauen soll. Walter schreibt ihm Briefe, erhält aber keine Antwort. Schließlich fliegt er nach Kairo. Der Kräuterbauer entpuppt sich als weltgewandter ägyptischer Pharmakologe. In der Wüste werden sie Freunde. Seitdem baut Dr. Abouleish auf der SEKEM-Farm für Lebensbaum Kräuter an.

Vom Bioladen zum Hersteller

Den Bioladen betreibt das Ehepaar Walter noch einige Jahre, mehr und mehr aber rückt die Herstellung von Kaffee, Tee und Gewürzen unter dem Markennamen Lebensbaum in den Mittelpunkt. In den 1980er Jahren entwickelt Walter die Lebensbaum Synthese aus grünem Kerngeschäft und bedingungsloser Qualitätsorientierung. Kaffee, Tee und Gewürze lässt er biologisch anbauen und gibt damit einer Form der Landwirtschaft Auftrieb, die unsere Natur zu erhalten weiß und zugleich Lebensmittel von besonderer Güte hervorbringt.

Spätestens Anfang der 90er Jahre wird deutlich, dass Ulrich Walter mit seiner Produktphilosophie nicht ganz falsch liegt: Mehr und mehr Kunden hinterfragen eine Lebensmittelwelt, die sich im Dilemma aus Lebensmittelskandalen und Billigpreisen zunehmend verheddert. Bei Lebensbaum fühlen sie sich gut aufgehoben, machen Lebensbaum sogar zum Marktführer.

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Geschäftsführung im Gespräch

„Wir sagen: ‚So what!‘ Wir können die Welt nicht alleine verändern, wir brauchen dazu Mitstreiter.“

Am Anfang des Interviews hatten es Dr. Achim Mayr und Unternehmensgründer Ulrich Walter eilig. Doch nach dem zweiten Tässchen Tee hat sie die Gesprächslaune gepackt …

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Jan Kühn (JK): Warum holt ein mittelständischer Bio­-Pionier einen Konzernmanager in die Führungsetage?

Ulrich Walter (UW): Weil man Bio lernen kann, Professio­nalität aber mitbringen muss. Dazu kommt, dass wir zwar nicht direkt, aber indirekt mit den Auswirkungen von Kon­zernen zu tun haben. Da ist es natürlich klug, jemanden im Unternehmen zu haben, der weiß, wie es dort zugeht und wie man da tickt. Das war aber nicht Voraussetzung, son­dern ein schöner Nebeneffekt.

JK: Drehen wir die Frage um. Warum wechselt ein Top-Manager in den Mittelstand?

Dr. Achim Mayr (AM): Also, in einem Konzern hat man ja bei weitem nicht so einen großen Entscheidungsspielraum, wie das letztlich in einem mittelständischen Unternehmen der Fall ist. In einem internationalen Konzern ist man an glo­bale Rahmenbedingungen gebunden. Und wenn man wie ich seine Arbeit gut und mit Leidenschaft erledigen will, dann muss man schnell und flexibel agieren können, das ist in Großkonzernen kaum möglich. Damals hatte ich zudem et­liche Restrukturierungen durchzuführen, mit all den damit verbundenen negativen Begleiterscheinungen für die Mitar­beiter. Und irgendwann fragt man sich dann, ob diese Ar­beit auch glücklich macht und ob man auch am Ende seines Arbeitslebens noch stolz darauf sein kann.

Maren Walter (MW): Für solche Arbeit gibt’s aber gu­tes Geld.

AM: Sicher, aber ich möchte nun mal in meinem Berufs­leben positive Spuren hinterlassen. Ich habe in den letz­ten Jahren meines Konzernlebens fast schon einen Dauer­wohnsitz im Flugzeug gehabt. Bin oft mehrmals wöchent­lich zwischen den einzelnen Produktionsstätten hin- und hergejettet. Da wurde mir zunehmend klar, dass das nicht meine Zukunft ist. Deshalb hab ich mir dann in 2003 erst mal eine Auszeit genommen und mir meinen Jugend­traum erfüllt, nämlich mit dem Jeep die Panamericana von Alaska nach Feuerland herunterzufahren.

Danach habe ich dann als selbständiger Consultant gear­beitet. Auf Lebensbaum kam ich nur durch einen Zufall. Ein Freund hat mir erzählt: „In Diepholz, da ist ein Mittel­ständler, der strukturiert seinen internationalen Einkauf um, der könnte ein bisschen Hilfe gebrauchen.“

Das ganze Interview lesen Sie hier …

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