Das Lebensbaum

Kundenmagazin

In unserem Kundenmagazin „Der Lebensbaum“ berichten wir aus der wunderbar bunten Biowelt. Große und kleine Geschichten, Bastel-Tipps, Rezepte und mehr, 4-mal im Jahr direkt von uns, kostenlos. Mehr dazu hier.

 

Was steht drin

Was für unsere Produkte gilt, zählt auch für unsere Zeitschrift: Wo Lebensbaum draufsteht, ist auch Lebensbaum drin!

Weiterlesen

Unser Magazin machen wir selber. Viermal im Jahr nehmen wir Sie mit auf Weltreise zu unseren Lieferanten, laden zum Kochen in die Genießer-Werkstatt ein und treffen auf Macher, Vordenker und Idealisten der wunderbar vielfältigen Bio-Welt.

Wir wissen nicht nur, wie unsere Produkte schmecken, wir wissen auch, warum sie so schmecken. Wir haben sie entwickelt. In der Rubrik Saison für … stellen wir sie vor.

Wir wissen nicht nur, wie es auf den Feldern unserer Anbaupartner aussieht, sondern auch, wie die Luft dort riecht. Denn wir waren vor Ort. Mehrmals. In unserer Weltreise berichten wir davon. Wenn wir zeigen wollen, wie man filzt, machen wir uns an die Arbeit. Die Fotos, die im Magazin zu sehen sind, beweisen das. Und wenn Sie auf der Suche nach dem passenden Getränk zu den Gerichten aus unserer Genießer-Werkstatt sind, können wir Empfehlungen aussprechen. Denn die Rezepte stammen, wenn nicht ausnahmsweise anders angegeben, aus unserer Versuchsküche.

Bei allen Sachen rund um Lebensbaum sind wir es, die am nächsten dran sind. Darum schreiben wir selbst. Schließlich wollen wir Ihnen auch selbst weiterhelfen können, wenn Sie eine Frage zu den Bastel-Anleitungen aus Ferdis Kinderwelt haben.

Natürlich drucken wir nach wie vor auf 100 % Recyclingpapier. Neu ist, dass wir bei einer Druckerei aus der Nachbarschaft klimaneutral drucken lassen. Möglich wird das durch CO2-Kompensationen. Auch der Weg zu Ihnen schont das Klima: Unser Kundenmagazin flattert mit dem „GoGreen“-Service der DHL zu Ihnen ins Haus.

Abonnieren können Sie unser Kundenmagazin hier.

Weniger

Interview mit Ulrich Walter

25 Jahre Kundenmagazin. 87 Ausgaben. Mit Unternehmensgründer Ulrich Walter (UW) haben wir in alten Heften geblättert. Wir wollten uns nur auf ein Tässchen Tee treffen. Daraus ist eine ganze Kanne geworden.

Weiterlesen

WTO: Im Jahr 1988 hat Lebensbaum ge­rade einmal acht Mitarbeiter und befin­det sich im Aufbau. Es gibt ohnehin viel zu tun und du gibst eine Posterzeitung heraus. Warum?

UW: Ich musste Informationen streuen. Wir waren die erste Bio-Marke für Kaffee, Tee und Gewürze. Wir wollten den Bio­läden und Großhändlern die Möglichkeit geben, ihre Kunden über diese Produkte zu informieren.

Wollen Bio-Kunden besonders gut infor­miert werden?

UW: Sie sind interessiert, sie wollen nicht nur Informationen haben, um sich abzusi­chern, sie wollen sich einbringen. Da­mals gab es noch keine Bio-Verordnung, keine Bio-Gesetzgebung, wenig war gere­gelt. Da gab es in den Geschäften viele Fragen. Daher haben wir eine Posterzei­tung herausgebracht, die war einseitig bedruckt, die konnte man im Laden auf­hängen. Im Mittelteil fanden sich Pro­duktinformationen, die Seitenspalten waren mehr für den Händler bestimmt. Die konnte man sogar bei Platzmangel abschneiden. Die Bioläden damals wa­ren ja sehr klein.

War das Standard bei den Bio-Pionieren?

UW: Nein. Es gab viele Pamphlete, aber nicht einmal eine Branchenzeitschrift. Die Vorläufer der „Schrot&Korn“ haben wir 1983 in Arbeitskreisen entwickelt. Es gab ein reges Interesse an Bio-The­men. Daher haben wir auch das Po­ster zu einer kleinen Hauszeitschrift gemacht, dem „Lebensbaum Blatt″. Die erste Ausgabe hatte schon eine Auflage von 10.000 Heften. Später dann haben wir daraus ein Magazin im A3-Format gemacht. Seit 2011 sind wir wieder bei einem kleineren Magazinformat, aber mit mehr Texten. Die Auflage liegt zur­zeit bei 90.000 Heften. Wir haben so­gar Leser in Spanien, Korea und Aus­tralien.

Die Texte werden nach wie vor von Mitarbeitern geschrieben.

UW: Genau, wir schreiben alles selber. Wir ha­ben viel experimentiert, wir haben es früher mal mit einer PR-Agentur versucht, aber dann schnell gemerkt, dass das für uns nicht funk­tioniert. Die konnten nicht richtig ausdrücken, was wir zu sagen haben. Das wurde uns zu austauschbar und daher haben wir das dann schnell wieder selber ge­macht. Das ist natürlich ein enormer Aufwand, finanziell und auch für die Mitarbeiter. Aber wir finden das wich­tig. Das ist unser Beitrag, das ist die Wertschätzung, die wir unseren Kunden entgegenbringen. Und das macht uns richtig viel Spaß. Geld und Arbeitszeit sind hier bes­ser investiert als bei irgendeiner Anzeigenwerbung.

Gerade in den Anfangsjahren war der Ton im Lebensbaum Blatt auffallend kämpferisch.

UW: Ja, das hat alles seinen Grund. Bio war noch längst nicht etabliert. Wir mussten gegen allerlei Ressentiments ankämp­fen. Zudem standen die Produkte, die wir hergestellt haben, selbst bei über­zeugten Bio-Konsumenten nicht gerade im Fokus: Kaffee war verpönt und bei Kräutertees ging es um Rückstandsfrei­heit, aber nicht unbedingt um Bio. Bei Bio ging es anfangs nur um die Grund­nahrungsmittel, wir wollten diesen en­gen Blick erweitern. Heute sehe ich die großen Herausforderungen eher in einer sich rasend schnell verändernden Kom­munikationswelt.

Wir müssen die sozialen Medien beobachten, die Facebooks und Twitters. Le­bensbaum ist dort aktiv. Aber ich glaube nach wie vor, dass es für eine Vielzahl von Menschen wichtig ist, ein gedruck­tes Blatt in der Hand zu halten. So ein Blatt wird weitergereicht, die ganze Fa­milie liest das. Im Sommer haben wir Post von Lesern bekommen, die das Magazin in der Stuttgarter U-Bahn ge­funden haben und es jetzt abonnieren. Auch Bioläden können das Heft in groß­en Stückzahlen bestellen und dann im Geschäft auslegen. Sie müssen aber ak­tiv auf uns zukommen. Das ist wichtig, sonst landet so ein Heft zu oft auf dem Müll.

Leistet man sich so ein Heft oder ist es für eine Firma wie Lebensbaum schlich­te Notwendigkeit?

UW: Für uns ist das Magazin notwendiger denn je. Früher konnte man fast mit je­dem Kunden persönlich reden. Das ist heute nicht mehr möglich. Menschen, die Bio-Produkte kaufen, sind aber ge­nauso interessiert wie damals. Das Heft schafft Verbindung. So entsteht Dialog. Wir geben dem Kunden Informationen und der schreibt dann zurück, ruft an und stellt Fragen. Das halte ich in der unübersichtlichen Welt von heute für noch wichtiger als in den Anfangsjahren. Die Leute wollen wissen, wo das Pro­dukt herkommt und welche Menschen es produzieren. Die Kunden wollen wis­sen: Bin ich bei dem Unternehmen rich­tig? Wir sehen das ja in der Bankendis-kussion oder bei Großkonzernen. Hier weiß der Kunde oft am Ende nicht mehr, wo das Produkt wirklich herkommt und wie es erzeugt wurde. Die Fähigkeit, auf kritische Fragen vernünftig zu antwor­ten, spielt eine immer größere Rolle. Da­her freuen wir uns auch über kritische Kunden. Sie fordern uns heraus, sie ma­chen uns besser.

Mit dem Heft wird Lebensbaum sichtbar, wird zur Reibungsfläche?

UW: Ganz genau. Wir sagen ja nicht, dass wir die Besten sind. Wir können nur darstellen, so of­fen wie möglich, wie wir arbeiten, was wir tun, welche Schwerpunkte wir setzen. Und dann können die Menschen im Bioladen ent­scheiden, ob sie bei uns eine große Schnittmenge mit den eigenen Erwartungen und Werten vorfinden oder ob sie sich bei anderen Unternehmen besser aufgehoben fühlen.

Zwingt das Magazinmachen auch zum kritischen Blick nach innen?

UW: Klar, das hat in unserem Unternehmen Tradition. Wenn man einen Text schreibt, egal zu welchem Thema, fällt das eine oder andere auf. Das hält uns wach und wir müssen uns immer wieder die Frage stellen: Ist das wirklich noch so, was ich hier schreibe?

Das Kundenmagazin als Besinnungsaufsatz?

UW: So kann man das nennen. Man muss sich immer wieder selbst in Frage stellen und darf sich nicht für zu wichtig halten. Als Unter­nehmen sind wir offen für Diskussionen und wollen gemeinsam mit den Menschen die interessanten Themen der Zeit bewegen.

Weniger

Klimaneutraler Druck - wissen, was dahinter steckt

Zum Schutz endlicher Ressourcen und um auf Dauer die Qualität von Recyclingpapier zu verbessern, drucken wir mit mineralölfreien Farben. Und wir drucken klimaneutral.

Weiterlesen

Durch CO2-Kompensation. Um alles zu kompensieren, muss man zunächst wissen, welcher Arbeitsschritt welche Menge an Klimagasen verursacht. Für all unsere Druckaufträge liegt uns eine Identifikationsnummer vor, über die wir genau das erfahren können. Ein Beispiel:

Unser Kundenmagazin Nr. 56. Es erschien im Frühling 2011 mit einer Auflage von 90.000 Stück.

Hauptverursacher von CO2e (CO2-Equivalenten) ist das Papier. Wir verwenden ausschließlich Recyclingpapier. Klimagase, die bei der Herstellung in den einzelnen Produktionsschritten entstehen, kompensieren wir. Bei Ausgabe Nr. 56 lag dieser Wert bei 5.100 Kilogramm CO2e.

Auf die Druckfarbe entfallen 142 Kilogramm  CO2e. Sie gelangt über Druckplatten auf das Papier, im sogenannten Offsetdruck-Verfahren. Die dazu nötigen Druckplatten sind aus Aluminium. Bei ihrer Produktion entstehen 78 Kilogramm CO2e.

Die Arbeitsschritte vor dem eigentlichen Druck, beispielsweise die Bebilderung der Druckplatten, werden der Vorstufe zugerechnet – 13 Kilogramm CO2e entstehen hierbei durch den Stromverbrauch der Maschinen. Beim Druck selbst gehen zusätzlich auch klimarelevante Hilfsstoffe und Reiniger, die verdunsten, in die Bilanz ein. 1,1 Tonnen CO2e verursacht dieser Arbeitsschritt insgesamt.

Für die Reinigung der Maschinen werden größtenteils bereits emissionsarme Reiniger verwendet. In die Bilanz gehen sowohl die Reinigermenge als auch die anzunehmenden Verdunstungsverluste ein: 70 Kilogramm CO2e. Auch die Herstellung und die Verflüchtigung der Feuchtmittel, die beim Offsetdruck wichtig sind, werden beachtet. Es entstehen 91 Kilogramm CO2e. Die Energie zum Betreiben der Maschinen zum Falten, Schneiden und Heften unserer Magazine verursacht 482 Kilogramm CO2e.

286 Kilogramm entstehen durch den Versand der Kundenmagazine von der Druckerei zu uns sowie zu unserem Versandpartner nach Bremen. Dabei wird pragmatisch vorgegangen: Wer von den Druckerei-Lieferanten als Nächstes nach Diepholz fährt, nimmt das neue Kundenmagazin mit zu Lebensbaum. Extrawege vermeiden wir. Zu unseren Abonnenten erfolgt der Versand CO2-neutral mit dem GoGreen-Service der DHL.

Die gebrauchten Druckplatten aus Aluminium stellen einen wertvollen Altstoff dar. In den Recyclingkreislauf zurückgeführt, bewirken sie daher eine positive Klimabilanz. Aber auch beispielsweise durch Andruck entstehende Papierreste oder Reinigungsmittel werden wiederverwertet. So können 330 Kilogramm CO2e direkt von der Rechnung abgezogen werden.

Insgesamt verursachte unser Kundenmagazin Nr. 56 durch Material und Produktion 7.000 Kilogramm CO2e.

Die einzelnen Schritte werden stets auf Verbesserungsmöglichkeiten hin geprüft und bis ins kleinste Detail kompensiert. Weil wir Verantwortung übernehmen für unser Tun.

Weniger