1. Handlungsfeld: Übergreifende Nachhaltigkeitsthemen
Transparenz & Berichterstattung
Auswirkung: Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit für alle Stakeholder steigt.
Chance: Fördert öffentliche Präsenz, Kundenbindung, Integrität und Glaubwürdigkeit.
Wirksames Nachhaltigkeitsmanagement
Auswirkung: Identifikation, Beurteilung & Steuerung ökologischer, ökonomischer und sozialer Auswirkungen, Ziele und Maßnahmen verbessert das Nachhaltigkeitssystem.
Chance: Identifikation von Verbesserungspotenzialen bzw. Potenzialen zur Nachsteuerung.
Unternehmensverantwortung
Auswirkung: Durch unser Handeln besteht eine hohe ethische und soziale Verantwortung zum Schutz von Mensch und Natur in der gesamten Lieferkette.
Chance: Eine nachhaltige Einkaufsstrategie schafft Gewissheit, dass Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette sichergestellt werden.
Compliance
Auswirkung: Einhaltung von Recht, Gesetz und Ordnung, Leitlinien, Wertesystem und Verträgen; schützt das Unternehmen sowie Menschen, Umwelt und den Markt.
Chance: Rechtssicherheit durch die Einhaltung der Compliance und die Implementierung von Gesetzen und Richtlinien in Prozessen.
Risiko: Die Glaubwürdigkeit und der Ruf des Unternehmens werden durch behördliche Beanstandungen gefährdet.
2. Handlungsfeld: Umwelt
Thema: Nachhaltigkeit eingesetzter Materialien Auswirkung: Langlebige, rückgabefähige oder wiederverwendbare Verpackungen sind kreislauffähig und es können die Rohstoffeigenschaften zurückgewonnen werden.
Chance: Beachtung von Kreislauf-/Recyclingfähigkeit führt zu verbesserter Ökobilanz des “End-of-Life” der Verpackung.
Energie
Auswirkung: Durch ineffiziente Nutzung von Energie werden Ressourcen verbraucht, dabei führt der Einsatz konventioneller Energie zu stärkerer Umweltbelastung als regenerative Energie.
Chance: Vermeidung von Emissionen durch den Einsatz von regenativen Energien und Steigerung der Energieeffizienz.
Klimaauswirkungen und Umweltschutz
Auswirkung: CO2-Äquivalente bzw. Emissionen sind der Haupttreiber des Klimawandels, bedingt durch ihr Treibhauspotenzial; dabei muss die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet werden.
Chance: Durch eine wirksame Klimastrategie (Bilanzieren, Reduzieren und Kompensieren) können wir einen positiven Beitrag leisten.
Risiko: Mangelnde Informationen zu Emissionswerten in der Wertschöpfungskette verhindert Ableitung von Klimaschutzmaßnahmen.
Abfall & Recycling
Auswirkung: Nicht effiziente Nutzung von Ressourcen führt zu einem erhöhten Abfallaufkommen & Rohstoffverbrauch. Durch den Einsatz gefährlicher Materialien kann die Umwelt belastet werden. Wird der Abfall nicht recycelt, gehen Ressourcen verloren.
Chance: Einsparung von Ressourcen und Minimierung von Umweltbelastungen durch effektive und schonende Nutzung sowie Recycling.
3. Handlungsfeld: Lieferkette
Faire, langfristige Partnerschaften
Auswirkung: Durch die Förderung von stabilen und langfristigen Geschäftsbeziehungen bzw. Partnerschaften, ist wirtschaftliche Planungssicherheit für Lieferanten gegeben, wodurch dieser wachsen kann und eine engere Zusammenarbeit in Bezug auf die Verbesserung von sozialen und ökologischen Strukturen möglich ist.
Chance: Ermöglicht eine enge Zusammenarbeit in Bezug auf die Verbesserung von sozialen und ökologischen Strukturen sowie Erhöhung der Planungssicherheit und Reduktion von Beschaffungsrisiken durch stabile, langfristige Partnerschaften.
Nachhaltige, ökologische Landwirtschaft
Auswirkung: Der ökologische Anbau fördert die Biodiversität (z.B. Arten- und Habitatschutz), gesunde Böden und die Verfügbarkeit von sauberem Wasser.
Chance: Die Förderung der Biodiversität sichert landwirtschaftlichen Anbau und die Verfügbarkeit von Rohstoffen.
Nachhaltige Einkaufsstrategie
Auswirkung: In der Lieferkette besteht eine hohe ethische und soziale Verantwortung zur Wahrung der Menschenrechte.
Chance: Audits zur Überprüfung der Sozial- und Nachhaltigkeitsstandards schaffen Gewissheit, dass Menschenrechtsstandards eingehalten werden. Chance: Ein wirksames Meldesystem gibt uns die Möglichkeit, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Missstände zu beheben. Auswirkung: Beschaffungsmarkt leidet unter der Klimakrise, die erhebliche Ernteausfälle mit sich bringt. Die daraus resultierende Rohstoffknappheit auf dem Beschaffungsmarkt birgt Risiken in der Beschaffung.
Risiko: Gefährdung der Rohwarenversorgung durch Ernteausfälle und Qualitätsschwankungen; bei fehlender Unterstützung der Anpassungsfähigkeit von Lieferanten kommen Lieferketten zum Erliegen.
4. Handlungsfeld: Mitarbeiter:innen
Beschäftigungsverhältnisse & Mitarbeitergewinnung
Auswirkung: Zusatzleistungen können die Gesundheit und Zufriedenheit der Arbeitnehmer:innen fördern und stärken die Attraktivität als Arbeitgeber.
Chance: Verbesserte Zufriedenheit, Gewinnung und Bindung von Mitarbeiter:innen.
Aus- und Weiterbildung
Auswirkung: Möglichkeit und Unterstützung der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiter:innen stärkt die Kompetenzbildung und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und fördert die berufliche Entwicklung insbesondere des Nachwuchses.
Chance: Erhöhung der Mitarbeitendenbindung durch Kompetenzsteigerung qualifizierter Fachkräfte.
Soziale und ethische Verantwortung
Auswirkung: Aktive Chancengleichheit am Arbeitsplatz fördert mehr Gleichberechtigung, die soziale Stabilität und die weitere wirtschaftliche Entwicklung.
Chance: Motivationssteigerung und Entstehung einer positiven Arbeitsatmosphäre durch Gleichbehandlung aller Mitarbeiter:innen.
Arbeitssicherheit & Mitarbeitergesundheit
Auswirkung: Schutz der Mitarbeiter:innen vor Unfällen und Förderung der Mitarbeitergesundheit.
Chance/Risiko: Chancen und Risiken beurteilt der Arbeitssicherheitsausschuss, der sich für die Arbeitssicherheit & Mitarbeitergesundheit einsetzt und Maßnahmen und Verbesserungspotenziale erarbeitet.
Unternehmenskultur
Auswirkung: Eine mitarbeitergeprägte Unternehmenskultur im Einklang mit den Unternehmenswerten trägt zum Anstieg der Mitarbeiterzufriedenheit, -loyalität, -gewinnung, Kreativität und Arbeitsmotivation bei.
Chance: Steigerung der Leistungsfähigkeit, Bindung und Identifikation der Mitarbeiter:innen.
5. Handlungsfeld: Produkte und Kund:innen
Produkttransparenz & -sicherheit
Auswirkung: Die Kennzeichnung zu Inhaltsstoffen, Siegeln/Qualitäten, zur Nutzung und Entsorgung des Produkts etc. führt zur sachgemäßen Nutzung des Produkts und einem höheren Kenntnisstand über die positiven und negativen Auswirkungen des Produkts bei Endverbraucher:innen.
Chance: Förderung von Integrität, Akzeptanz, Vertrauen und Kenntnis der Kund:innen durch klare und nachvollziehbare Kennzeichnung der Produkte.
Risiko: Mangelnde Richtlinien zur Kennzeichnung von Nachhaltigkeitsaspekten können dazu führen, dass Informationen als Greenwashing gedeutet werden.
Nachhaltige Produktentwicklung
Auswirkung: Die hergestellten Produkte haben Auswirkungen auf Umwelt- und Sozialaspekte (Wasserbedarf, Flächenverbrauch, Emissionen, Arbeitssicherheit etc.) in der Herstellung und in der Nutzung. Eine nicht nachhaltige Produktenwicklung kann diese Auswirkungen intensivieren.
Chance: Die Betrachtung von Rohwaren und Verpackungsmaterial unter Nachhaltigkeitsaspekten im Rahmen der Produktentwicklung trägt präventiv dazu bei, Umwelt- und Sozialrisiken zu vermeiden bzw. Minimieren. Chance: Durch Ökobilanzen können wir Nachhaltigkeitsaspekte in der Produktentwicklung berücksichtigen.