Warum der Handfilter beinahe abgeschafft wurde, hat etwas mit Mode zu tun. Warum wieder von Hand gefiltert wird, hat auch was mit Mode zu tun. Ist aber letztlich ganz egal, weil handgefilterter Kaffee einfach gut schmeckt. Das liegt daran, dass sich beim Handfiltern weniger Bitterstoffe lösen und sich zugleich die Kaffeearomen gut entfalten. Besonders eignen sich reine Herkunftskaffees für den Handfilter, weil man den regionalen Unterschied gut herausschmecken kann. Daher gilt es beim Selberfiltern fünf Punkte zu beachten:
1.
2.
Filtertüte in den Filteraufsatz geben und mit warmem Wasser durchfeuchten, so öffnen sich die Poren der Filtertüte, was dann beim Aufgießen die Aromen durchlässt (überschüssiges Wasser danach unbedingt ausgießen).
3.
Die Bohnen sollten frisch gemahlen werden. Der optimale Mahlgrad ist je nach Sorte verschieden. Da muss man ein bisschen probieren. Man startet am besten mit einem mittleren Mahlgrad – der Kaffee fühlt sich dann ungefähr wie Zucker an.
4.
Einen Teil des heißen Wassers aufgießen, bis ca. 1 cm über dem Kaffeemehl.
5.
Den Kaffee 20–30 Sekunden aufquellen lassen und dann das restliche Wasser in kreisenden Bewegungen nachgießen.