Neue Verpackungen
Kreisläufe schaffen
Im Lebensmittelbereich spielt die Verpackung eine entscheidende Rolle, schließlich dient sie dem Schutz des Produkts. Zugleich soll das Material nachhaltig sein und möglichst keinen Müll verursachen. Bei LEBENSBAUM folgen wir daher dem Grundsatz „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Zusätzlich arbeiten wir an der Kreislauffähigkeit unserer Produkte, denn unser Ziel ist es, dass LEBENSBAUM Verpackungen Teil eines geschlossenen Kreislaufs werden. Deswegen beschäftigen wir uns kontinuierlich mit der Optimierung unserer Verpackungen. Mit folgenden Ergebnissen:
Kräuter und Gewürze
Die letzte größere Optimierung der Verpackungen betraf die Gewürzstreudosen. Bisher bestand die Dose aus einer sogenannten Pappwickeldose – einem Papier-Alu-Verbund mit Metallboden, Kunststoffdeckel und Kunststoffetikett. Nach der Optimierung bestehen die Dose und der Deckel nun aus einem Mono-Material: dem Kunststoff Polypropylen (kurz: PP) und einem materialgleichen Etikett aus recyceltem PP. Dadurch wird eine bessere Recyclingfähigkeit erreicht. Außerdem wird von dem neuen Material weniger benötigt als von den bisherigen und wir können auf Aluminium ganz verzichten. Die Ökobilanz und der CO2-Fussabdruck ist etwas schlechter, da die Pappwickeldose einen größeren Anteil nachwachsender Ressourcen enthält. Da diese jedoch nicht getrennt und in den Kreislauf zurückgeführt werden können, haben wir uns entsprechend unserer Richtlinie zur nachhaltigen Verpackungskonzeption für das recyclingfähigere Mono-Material Polypropylen entschieden.
Tee
Bei den Schachteln unserer Teebeutel setzen wir auf einen Karton, der aus recyceltem Material besteht. Das war nicht immer so: In der Vergangenheit haben wir uns bewusst für Papier aus Holzfrischfasern entschieden, denn es galt zu verhindern, dass eventuelle Mineralölrückstände aus recyceltem Papier in die Teebeutel wandern. Mittlerweile gibt es aber eine gute Möglichkeit, das Produkt vor flüchtigen Stoffen zu schützen, sodass Karton aus Recyclingmaterial verwendet werden kann: eine Aktivkohleschicht im Verpackungsmaterial. Diese besteht zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Bei den Teebeuteln selbst verwenden wir ein Papier aus Faserbananen. Deren Fasern werden mit etwas Zellulose gemischt. Die Teebeutel werden durch mechanisches Zusammenpressen des Papiers hergestellt. Übrigens: Statt einer Klammer verknoten wir die Teebeutel mit dem Faden, der aus Baumwolle besteht.
Manche unserer Teebeutel bieten wir verpackt in einzelnen Kuverts an. Dies ist praktischer und hygienischer, zum Beispiel am Buffet oder für unterwegs. Beim Großteil der Beutel setzen wir ein bewährtes Spezialpapier ein, das über die Papiertonne entsorgt und so recycelt werden kann. Bei Sorten mit einem besonders empfindlichen Aroma reicht dieses Spezialpapier für den Schutz allerdings nicht aus. Hier kommt deshalb ein Verbundpapier zum Einsatz, das über den Gelben Sack entsorgt wird. Natürlich prüfen wir auch hier regelmäßig mögliche Alternativen.
Schon gewusst?
So funktioniert die Aktivkohleschicht
Die Kohleschicht wird mechanisch (durch Hitze) aktiviert. Durch die enorm große Oberfläche kann die Kohleschicht Fremdstoffe filtern, ähnlich wie zum Beispiel auch Raumluftfilter. Sind die Poren der Aktivkohle alle „besetzt“, können sie durch große Hitze gereinigt, also reaktiviert werden.
Kaffee
Beim Verpackungsmaterial unserer Kaffees verzichten wir auf Aluminium. Und auch unsere Linie der Herkunftskaffees folgt den Standards hinsichtlich Verpackung: Materialeinsparungen bei der Folie, Recyclingfähigkeit und kleinere Etiketten aus recyceltem Kunststoff. Moment mal: Kunststoff statt Papier? Und das soll auch noch nachhaltiger sein? Ja, in diesem Fall schon, insbesondere was die Recyclingfähigkeit und Kreislauffähigkeit unserer Herkunftskaffeeverpackungen betrifft. Denn die bisherige Kombination aus dem Kunststoff der Folie und dem Papier der Etiketten führte zu einem Materialmix. Und Materialmixe beeinträchtigen bekanntlich die Recyclingfähigkeit. Mit Etiketten aus recyceltem Kunststoff, wie wir sie für die Herkunftskaffees verwenden, sind die Verpackungen deutlich recyclingfähiger, da sie ohne aufwändige Trennung vollständig verwertet werden können.
Schon gewusst?
Papier als Verpackungsmaterial
In Sachen Verpackung bewegt sich momentan einiges in Richtung Papier. Aus Nachhaltigkeitssicht ist diese Entwicklung mit Vorsicht zu genießen. Denn wenn das Papier aus ehemaligen Urwaldbeständen in Südamerika stammt, ist der Umwelt nicht geholfen. Doch selbst wenn das Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, muss bedacht werden: Papier ist im Vergleich zu anderen Materialien nicht besonders reißfest. Damit Reißfestigkeit erzielt werden kann, muss mehr Material eingesetzt werden, was sich auf den Bedarf der Ressource Holz auswirkt. Und Papier eignet sich auch nicht für jedes Produkt: Öle, wie sie auch in Kräutern und Gewürzen vorkommen, können durch Papier hindurchdringen. Hinzu kommt der energie- und wasserintensive Herstellungsprozess. Diese Punkte darf man bei der Bewertung von Verpackungsmaterialien nicht vergessen, auch wenn Papier natürlich Vorteile hat, wie zum Beispiel die gute Zugänglichkeit der Ressource Holz und die Tatsache, dass es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt.
All diese Schritte zeigen: Bestehende Verpackungskonzepte müssen laufend hinterfragt und auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüft werden. Zugleich gilt es, neue Ansätze zu erproben. Bei LEBENSBAUM beschäftigen wir uns kontinuierlich mit der Optimierung unserer Verpackungen – um Ihnen wohlschmeckende und sichere Produkte anzubieten und gleichzeitig das Bestmögliche für die Umwelt herauszuholen. Für uns eine Herzensangelegenheit, die wir auch zukünftig weiter vorantreiben.