Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltigkeit mit System

Als Unternehmen wollen wir so wirtschaften, dass wir die Tragfähigkeit unseres Planeten erhalten. Mit diesem Motiv hat Ulrich Walter Lebensbaum vor 35 Jahren gegründet. Seitdem wurde in unserem Haus die Lebensbaum Synthese aus grünem Kerngeschäft und Qualität stetig weiterentwickelt. Auf drei Ebenen ist der Leitgedanke Nachhaltigkeit heute in unserem Unternehmen verankert

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  1. Wertesystem: u. a. Unternehmensleitbild, Markenkern
  2. Steuerungssysteme: Integriertes Managementsystem (IMS), Lebensbaum Partner-System, Nachhaltigkeits-Monitoring (siehe NHB, KPIs) 
  3. Kommunikation: u. a. Lebensbaum Qualitätsgarantie, Nachhaltigkeitsbericht, Umwelterklärung

Nachhaltigkeit ist ein weites Feld und die Gefahr, sich zu verzetteln, ist groß. Wichtig ist uns daher die Konzentration auf das Wesentliche. 

Was wir vor Ort tun: Produktion, Verwaltung und Region

Die größten Nachhaltigkeitsauswirkungen liegen in der Lieferkette. Transparenz in der Lieferkette verstehen wir daher als Grundvoraussetzung für wirkungsvolle Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Einer unserer wichtigsten Hebel ist der Einkauf im Rahmen langfristiger Partnerschaften von Rohwaren, die bei uns zu 100 % aus nachhaltigem Bio-Landbau stammen.

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Klimaneutral am Standort

Unsere Maschinen laufen zu 100 % mit Naturstrom. Wir heizen und kühlen mit einer Geothermie-Anlage.

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Und dennoch entsteht durch unsere Produktion ein Rest an Klimagasen. Diesen Rest gleichen wir mit einem Kompostierungsprojekt unseres Anbaupartners Sekem in Ägypten aus: Durch ein besonderes Kompostierverfahren wird nicht nur Humus gewonnen, sondern auch CO2 gebunden.  

Da sich Treibhausgase gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen, können Emissionen, die durch unsere Produktion erzeugt werden, durch Klimaschutzprojekte an anderer Stelle ausgeglichen werden. Eine externe Prüfung und Zertifizierung stellt sicher, dass für die in unserer Produktion erzeugte Menge an Klimagasen eine entsprechende Menge CO2 gebunden wird. 

Die nachfolgende Tabelle stellt dar, welche Menge an Klimagasen seit 2009 durch die Herstellung unserer Produkte entstanden ist. Außerdem weist sie aus, welche Klimawirkung unsere Firmenfahrzeuge verursacht haben. Gemäß internationalen Standards (z. B. Greenhouse Gas Protocol) werden Emissionen je nach Entstehung verschiedenen Bereichen zugeordnet, so genannten Scopes. Die Scopes 1 und 2 bilden dabei die direkt mit der eigenen Geschäftstätigkeit verbundenen Emissionen ab.
Bedingt durch die Inbetriebnahme der Geothermie-Anlage war der Ausstoß von Klimagasen in 2012 um 13,7 % niedriger als in 2009. Durch die Kompensation der produktionsbedingten Emissionen haben wir die Klimabilanz unserer eigenen Geschäftsbereiche sogar um mehr als 70 % verbessern können.

 Treibhausgasemissionen Lebensbaum in Tonnen CO2e (Scope 1 und 2)
 

2009

2010

2011

2012

Scope 1 (Emissionen durch direkten Energieverbrauch, z. B. Gasheizung)

232,0

183,8

188,1

188,6

davon durch Lebensbaum Anlagen und Einrichtungen

146,3

82,0

83,0

73,1

davon durch externe Produktabfüllung und -verpackung

23,0

40,1

45,6

44,9

davon durch Firmenfahrzeuge

62,7

61,6

59,5

70,6

Scope 2 (Emissionen durch Verbrauch von indirekter Energie, vor allem Strom)

36,8

37,3

42,8

43,4

davon durch Stromverbrauch Lebensbaum

0,0

4,6

4,4

4,4

davon durch Stromverbrauch für externe Abfüllung und Verpackung

36,8

32,7

38,4

38,9

Emissionen der eigenen Geschäftsbereiche (Scope 1 und 2) gesamt

268,8

221,0

230,9

231,9

Kompensation von Emissionen der Produktion (für 2010 anteilig, ab 2011 vollständig)

 

67,3

171,4

161,3

Emissionen der eigenen Geschäftsbereiche (Scope 1 und 2) nach Kompensation

268,8

153,7

59,5

70,6

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Lebensbaum ohne Gentechnik

Nicht nur unsere Rohwaren, auch unsere Verpackungen sind frei von Gentechnik.

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Wir achten nicht nur bei unseren Rohwaren darauf, dass sie zu 100 Prozent gentechnikfrei sind. Auf der Suche nach alternativen Verpackungsmöglichkeiten stoßen wir daher manchmal an selbst gesetzte Grenzen. Klar, wir hätten schon längst für unsere Verpackungen kompostierbare Folie haben können – aus Polylactiden (PLA). Dieses Material basiert jedoch auf Stärke, die überwiegend aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt wird – kommt für uns also nicht in Frage.

Für die Folie um unsere Teeschachteln setzen wir seit Ende 2011 Material auf Cellulosebasis ein. Es ist kompostierbar, frei von genmanipulierten Rohstoffen und erfüllt dennoch für unsere Faltschachteln alle Kriterien zum Aromaschutz. Noch haben wir nicht bei allen Verpackungsformen darauf umgestellt. Wir gehen Schritt für Schritt vor, denn bei allen Anforderungen an Umweltfreundlichkeit muss unsere Verpackung vor allem eins können: unser Produkt sicher schützen.

Der Vorsatz, komplett auf Gentechnik zu verzichten, macht übrigens auch vor unseren Schreibtischen nicht halt: Kompostierbare Kugelschreiber sind da nur der Anfang. Und die zu finden war leichter gesagt als getan. Auch die Trinkbecher für unsere Wasserspender werden nicht achtlos besorgt – genauso wenig wie unsere Müllbeutel. Immer hinterfragen wir die oftmals lockenden, vermeintlich nachhaltigen Angebote.

 

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Verpackung – So wenig wie möglich

Für unsere Verpackungen wollen wir nicht mehr Material verwenden als un­bedingt notwendig. Und das, was wir nutzen, sollte im besten Fall optimal zu recyceln sein.

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Teeschachteln mit FSC-Siegel und mineralölfreie Druck­farben

Unsere Teeschachteln bestehen seit 2006 aus Frischfasern und sind komplett recycelbar – seit 2011 tragen sie auch das FSC-Siegel. Für Holz­frischfasern haben wir uns bewusst entschieden: Dadurch sollen unsere Produkte so gut wie mög­lich vor Mineralölspuren geschützt werden. Nach heutigem Stand ist Recyclingpapier in Deutschland aufgrund der Druckgewohnheiten stark mit Mineralöl belastet. Diesen Kreis gilt es zu durchbrechen. Deswegen haben wir uns auch für mineralölfreie Druck­farben entschieden. Gleichzeitig auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz endli­cher Ressourcen.

Zellulose statt Plastik

Das „Plastik“ um ausnahmslos all unsere Teeschachteln haben wir 2012 auf Zellulosebasis umgestellt: Innerhalb weniger Wochen zersetzen sich die CO2-neutral produzierten Folien im Hauskompost in ihre na­türlichen Bestandteile. Die großen Kompostierungsanlagen sind noch nicht ganz so weit: Dort werden kompostierbare Folien leider nicht als solche erkannt und deshalb wie herkömmliche aussortiert. Trotzdem wollen wir Abstand nehmen von Plastik aus endlichen Ressourcen. Ein Anfang muss gemacht werden.

Teebeutel aus Faserbananen

Überall problemlos kompostierbar sind unsere Teebeutel aus Faserbananen. Die einsame Metallklammer am Pappanhänger schadet dem Kompost nicht. Das haben wir von externen Experten prüfen lassen. Am kompletten Verzicht auf Metallklammern arbeiten wir trotzdem.

Verpackungsmaterial halbiert

Bei den Paletten, auf denen unsere Ware versendet wird, verzichten wir auf Einweg- und Kunststoffpaletten. Stattdessen kommen Europalet­ten aus Holz zum Einsatz, die systematisch wiederverwendet werden. Gepackte Paletten müssen für den sicheren Transport mit Stretchfolie umwickelt werden. Die Menge an Verpackungsmate­rial, die wir dafür brauchen, konnten wir 2011 durch die Umstellung von Blas- auf Castfolie halbieren. Die­ beiden Folien unterscheiden sich in der Herstellung: Cast­folie wird gegossen, Blasfolie wird aus dem flüssigen Zustand heraus wie eine Kaugummiblase aufgepustet.

Recycling in regionaler Papierfabrik

Unsere neue Folie ist nicht nur dünner als die vorhe­rige, sie lässt sich zusätzlich auch noch stärker deh­nen und ist so sparsamer im Verbrauch. Trotz der Einsparung sehen wir uns nach kompostierbaren Al­ternativen um. Die großen Umkartons um unsere Fertigwaren benutzen wir wenn möglich mehrmals, um den Kartonage-Abfall zu minimieren. Wenn am Ende doch etwas übrig bleibt, wird dies in einer regionalen Papierfabrik recycelt. Für andere mag es übertrieben klingen, für uns ist es selbstverständlich, dass gute Produkte gute Verpackungen verdienen.

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Einkauf: So nah wie möglich – So fern wie nötig

Schwarztee wächst nicht an der Mosel, Muskatnüsse nicht in Braunschweig und die Erde ist keine Scheibe. So weit, so einleuchtend.

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Allerdings gibt es durchaus zahlreiche Rohstoffe innerhalb Europas und sogar Deutschlands, die sich hervorragend in unseren Gewürzen und Tees machen. Am Bodensee zum Beispiel wachsen famose Äpfel, also wird dort eingekauft und nicht in Neuseeland. Die weite Reise und die damit verbundenen Klimagase können sich unsere Äpfel sparen.

Pfefferminze, Melisse, Malven- und Erdbeerblätter gedeihen prächtig im oberösterreichischen Mühlviertel. Das macht unseren Einkäufern die Entscheidung leicht.

Nun ist es aber so, dass Rooibos nur in den Zederbergen Südafrikas wächst. Keine Chance auf Anbau in unseren Gefilden. In so einem Fall müssen wir für die besten Rohwaren auch mal in die Ferne schweifen. Aber immer nur so fern wie nötig.

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Als Unternehmen wollen wir so wirtschaften, dass wir die Tragfähigkeit unseres Planeten erhalten. Mit diesem Motiv hat Ulrich Walter Lebensbaum fast 40 Jahren gegründet. Seitdem wurde in unserem Haus die Lebensbaum Synthese aus grünem Kerngeschäft und Qualität stetig weiterentwickelt. Nachhaltigkeit ist Teil unseres ökonomischen Betriebssystems und bestimmt damit unser Kerngeschäft. Wie wir Nachhaltigkeit organisieren, messen und was dabei herauskommt, lesen Sie hier.